Caucasus

Kazbegi region
Kazbegi region
Day 65: I am in Stepantsminda, Kazbegi. It's beautiful here and I found a great guest house. The weather is very bad though. I haven't checked the forecast yet so let's hope it's getting better. I really like this place and I think I can find a bar here to watch the football game tonight and make some new friends. Actually as I am writing this: The thunderstorms are very impressive, I can feel the vibrations of the lighting and thunder :D
TAG 65: Ich bin in Stepantsminda angekommen, am Fuß vom Mount Kazbek. Das Wetter könnte kaum schlechter sein mit ständigen sehr starken Gewittern. Ich musste schon am Morgen bis 10.30Uhr warten, bis der Regen auf ein erträgliches Maß zurück ging. Wie ich so den Kazbek (5047m) besteigen soll, weiß ich noch nicht. Aber es ist sehr schön hier und mir wird schon was einfallen.
Highest pass of the tour so far: Jvari-pass, 2395m
Highest pass of the tour so far: Jvari-pass, 2395m
Heute ging es über den bisher höchsten Pass: 2395m. Die größten Stürmer konnte ich vermeiden und hab es recht gut und halbwegs trocken über den Pass geschafft.
I crossed the highest pass of the trip so far: Jvari-pass, 2395m. Cycling in the mountains, I love it. I even managed to stay fairly try.
I should stay on the main road
I should stay on the main road
Der letzte Tag (Tag 61) in der Türkei war hart: Viel Regen, Wind, Hagel, Gewitter,... zum Glück wurde ich wieder mehrmals zum Schutz vor den Elementen von ein paar Einheimischen eingeladen und mit Speisen und warmen Getränken versorgt.
Ich habe eine Abkürzung genommen, ein Feldweg. Durch den Regen wurde es unfahrbar. Der Schlamm setzte sich immer wieder unter dem Schutzblech fest und blockierte die Räder. Dann hatte ich auch noch Panne. Es war zum verrückt werden. Ich wollte aber unbedingt noch am gleichen Tag Georgien erreichen, auch weil ich bereits alle türkischen Lira ausgegeben hatte. Mit dem Einbruch der Dunkelheit hab ich tatsächlich die Grenze erreicht, überglücklich, erleichtert und stolz.

Got some company
Got some company
Bad weather and poor roads mad the last 100km (day 61) in Turkey very tough. I took a short cut suggested by my navigation app and the heavy rain and hail turned the dirt track into a disaster. Mud was sticking up under the fenders and lock the wheels. I was pushing the bike and had to remove the mud every 50m. I lost my bike lock somewhere along the process. I had puncture too. Luckily friendly locals helped me out with shelter, food and çay. At nightfall I reached the border. It was an overwhelming feeling of happiness and achievement after all the struggles and long time.
Last pic of Turkey, pretty nice good bye
Last pic of Turkey, pretty nice good bye
I set up camp in a deserted house behind the border. Mice were crawling around me the whole night, it was a bit creepy.
This is not a road, Georgia!
This is not a road, Georgia!
Georgien hat mich nicht mit offenen Armen empfangen. Es war bereits Nacht als ich die Grenze endlich hinter mir hatte. Ich fand ein verlassenes Haus und hab mein Lager im Eingangsbereich aufgeschlagen.
In dem Zimmer gab es zahlreiche Mäuse die Nachts um mich herum rannten und sich über die Reste meines Abendbrot hermachten, die ich versehentlich verstreut habe: Kartoffelchips.

Seriously, who is making maps here? I have a bicycle not a boat
Seriously, who is making maps here? I have a bicycle not a boat
I set off early in the morning and regretted taking of the front fender as I permanently cycled through cow shit.
Soon my route turned off the main road onto a dirt track. I checked the map and hesitated. Especially after the previous day. I am a naive optimist and don't learn from my mistakes. It was a massive short cut and I went for it. The road went from bad to worse and an absolute disaster.
Am Morgen bin ich früh los. Die Straßen waren voller Kuhscheiße und ich bereute, das Schutzblech vorne abgebaut zu haben.
Nach ein paar Kilometern führte meine Route plötzlich weg von der Hauptstraße und einen Feldweg entlang. Ich studierte die Karte. Es müsste eine Straße sein, dazu eine deutliche Abkürzung. Ich zögerte, schlechte Erfahrungen hab ich ja genug gemacht. Da ich aber nicht aus meinen Fehlern lerne und ein naiver Optimist bin, fuhr ich den Feldweg entlang, in stetiger Hoffnung, dass es bald besser werden würde. Wurde es nicht. Es war die Hölle, eine Schlamm- und Wasserlandschaft vom allerfeinsten. Nach 3 Stunden hatte ich es hinter mir, 10km, und hab mir im nächsten Ort ein Hotel genommen um alles zu waschen. 


I wouldn't complain about the roads if it wasn't really bad
I wouldn't complain about the roads if it wasn't really bad
I ended the day in the next city, took a hotel and cleaned and repaired all my gear.
5 bike tourers from Kazakhstan
5 bike tourers from Kazakhstan
I finally met other bike tourers again the next day: A group of 5  from Kazakhstan.
I had to change the route several times that day to avoid dirt "roads" and due to several blocked roads and ended up in a park near Tbilisi. I met 5 Georgians who had a picnic. Very cool and friendly people and the gave me all their leftovers including wine a birthday cake!

Am nächsten Tag hab ich endlich mal wieder ein paar anderer Bike-Tourer getroffen: 5 Kasachen, die 3 Wochen durch Georgien touren.
Ich musste die Route mehrmals ändern, da ich beschloss keine Feldweg-Straßen mehr zu fahren. Zudem waren diverse Straßen nach Tiflis wegen Unabhängigkeitsfeiern gesperrt und ich beendete den Tag in einem Wald kurz vor Tiflis. Ich traf 5 Georgier, sie machten ein Picknick im Wald und ich bekam alle ihre Reste (inklusive Wein und Geburtstagstorte!). Es war eine sehr interessante Gruppe politischer Aktivisten und ich werde sie in ein paar Tagen wahrscheinlich wieder sehen.
Bis zu meinem nächsten Ziel waren es noch geschätzte 1,5 Tage. Ich hab mich von der Navigations-App wieder in die Falle locken lassen: Die Nebenstraßen fangen erst ganz okay an und werden dann radikal schlechter.  Es ist einfach unglaublich frustrierend, wenn der Weg so schlecht ist, dass man nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren kann. Dafür hab ich gleich zwei Schlangen gesehen. Quicklebendig und die erste war wirklich groß. Leider hab ich beide Male zu lang gebraucht, die Kamera raus zu holen.

6000km - photo
6000km - photo
Zum Ende des Tages hab ich dann noch die 6000km - Marke durchbrochen.
Ich hab am Fluss schön was gekocht, dazu ein Bier, perfekt (naja, das Bier war grausig). Der Nachbar kam vorbei und hat mir ein Bett angeboten. Ich wusste nicht, wie ich ablehnen sollte und hab schließlich zugesagt. Es war merkwürdig und das Bett und der offene Bauwagen am Rand meiner (sehr großen) Komfortzone. Immerhin ein Dach, ich hatte damit sogar ziemlich viel Glück, da es nachts anfing stark zu regnen.
Celebration dinner for the 6000km!
Celebration dinner for the 6000km!
I continued my journey into the Caucasus the next morning. For a while I cycled on the main high way but veered off onto a smaller back road. Same mistake again. The "roads" always start out okay and just get worse and worse. It's incredibly frustrating to go at the speed of a snail just because the path is so bad. I saw two big snakes though. They were light green on the bottom and red on the back (top). Looked like sunburn :) They disappeared before I got my camera ready. 
I passed the 6000km mark of the trip in the late afternoon, a big achievement. I bought tons of food, chocolate and a beer to celebrate on the river. The neighbour came by and offered me a bed on his property. I wasn't stoked but didn't want to be rude and accepted. A heavy and long rain started so it was a good choice.

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