The Pamir - Highway

Mountains <3
Mountains <3

I have just finished cycling the Pamir - highway, from Dushanbe (Tajikistan) to Osh (Kyrgyzstan): ~1300km & ~15,000hm in 15 days. It was a crazy and tough adventure and absolute awesome. It was scolding hot and freezing cold, windy, rough roads and high altitude up to 4655m. In the process I met many other adventurous travellers and hospitable locals. An unforgetable experience.

Nach fast 1300km, 15.000 Hoehenmetern und 15 Tagen habe ich heute Osh in Kirgisistan erreicht, und damit das Ende des Pamir - Highways. Es war ein geiles und hartes Abenteuer. Extreme Hitze und Kaelte, Wind, schlechte Strassen und die Hoehe der Pass-Strassen von bis zu 4655m machten diese Tour zu einer einzigartigen Herausforderung. Die unglaublichen Landschaften und tollen Menschen unterwegs liessen mich alle Schwierigkeiten vergessen.

A lot of things have happened since my last entry, so I have to catch up some writing. I'll probably do that over a couple of entries. For now I'll just copy some things here below that I wrote as kind of a diary. Check back soon for new updates and pics. I also just updated the stats page, click here.

Seit meinem letzten Eintrag ist viel passiert. Ich werde wahrscheinlich 2 oder 3 Blogs brauchen um alles aufzuholen. Für's Erste kopiere ich einfach ein paar Texte, die ich offline in mein Handy getippt habe, in einer Art Tagebuch..

Die Stats-Seite hab ich auch aktualisiert, klick hier.

Day 121: I'm on the top of the first pass, ~3300m.
It's brutal, the sun burns down relentlessly and the 'road' is worse than expected. The scenery makes up for it and it's an incredible experience.
Yesterday I met a french couple and we cycled and camped together. It was great to have some company. They also lend me some money when I left them behind this morning at the foot of the pass. I underestimated the remoteness here. It's really the middle of nowhere. There is the occasional tiny settlement, sometimes even with a shop. They sell stale cookies, rice and pasta, hardly anything else. It's difficult to find food, luckily I brought a lot and sometimes locals give me bread and similar things :)
Water is no problem, plenty of mountain springs.
There should be a few bigger towns ahead, in fact the Pamir highway doesn't even really start until Khorugh which is still about 300km away.
Well, I am feeling really good and I am happy to be here.

Tag 121: 3 Tage bin ich jetzt auf dem Pamir Highway unterwegs und hab heute den ersten 'richtigen' Pass hinter mich gebracht: 3253m
Ich bin im Moment top motiviert und da war es kein großes Problem. Dazu hab ich auch noch die 9000km Marke durchbrochen.
Gestern, am zweiten Tag des Pamir highways, hab ich ein französisches Ehepaar getroffen, Brigitte und Nicolas, beide 52. Wir sind zusammen geradelt und haben gemeinsam gecampt bevor ich die beiden am Morgen am Fuß des Passes zurück gelassen habe (es ist besser bei so schwierigen, anstrengenden und langen Stücken sein eigenes Tempo durchzuziehen).
Nicolas hat mir geholfen meinen Camping - Kocher zu reparieren, der seit kurz vorher nicht mehr funktionierte und
Brigitte hat mir kunstfertig meinen kaputten Vorderreifen zusammen geflickt (ich hatte ja in Dushanbe neue Reifen gekauft, aber ich hoffte, dass jemand den kaputten Vorderreifen noch notdürftig reparieren könnte. Das schien mir besser als auf die chinesischen Billigreifen zu vertrauen).
Ich hab die Abgeschiedenheit hier etwas unterschätzt. Ab bereits 100km hinter Dushanbe gibt es hier praktisch nichts außer Bergwildniss. In den gelegentlichen Dörfern gibt es oft nicht mal einen Shop und es kann längere Zeit dauern bis man was zu essen kaufen kann. Geld umtauschen / abheben kann man auch vergessen. Ich Depp hab natürlich nicht genug mitgenommen. Zum Glück haben mir Brigitte und Nicolas 100 Somani (12€) gegeben. Damit kommt man schon ein ganzes Stück hier und ich werde Ihnen das Geld in Khorug hinterlegen. Es kommen auf jeden Fall noch größere Städte, da kann man Vorräte und Geld aufstocken bevor es richtig in die entlegenen Berge geht.

Day 122: After 3.5 days I finally reached a town and I can get money, groceries and a little bit of Internet.
So far the trek through the mountains has been amazing although the sun burns relentlessly and the roads are worse than expected.
I crossed the first pass (3253m) yesterday and I felt great. On the second day I met a french couple and we cycled and camped together. It was great company but I left them behind at the start of the pass.
I underestimated the remoteness here, for three days I felt I was in the middle of nowhere. Difficult to buy food, luckily I brought some. I'm about 250km from Khorugh, the Pamir highway only really starts there. It's amazing to be here in this remote wilderness and the sceneries are stunning. 

Tag 123: Die letzten 2 Tage ging es permanent entlang der tadschikisch-afghanischen Grenze. Der Grenzfluss Panj schlängelt sich hier wild durch eine Vielzahl aneinander gereihter Täler. Die Eindrücke sind ununterbrochen spektakulär: Auf beiden Seiten des Flusses ist die Straße in den Felsen gefräst. Die unbarmherzige Sonne und die extrem schlechten Straßenverhältnisse machen das vorwärts kommen sehr anstrengend, dazu geht es ständig hoch und runter. Es ist ein wahres Abenteuer. Das größte Problem sind sicher die Autos und Trucks: Durch den Verkehr wird enorm viel Staub aufgewirbelt und den man unweigerlich einatmet. Dazu wird man auch schön dreckig, bei der Hitze ist allerdings eine Waschung in den zahlreichen eisigen Zuflüssen kein Problem.
Ich treffe hin und wieder andere Radler, gestern nachmittag und heute morgen bin ich mit Ivan aus Rumänien und Laurenz aus Berlin ein Stück geradelt. Ich hab sie aber gegen Mittag abgehängt und werde sie wahrscheinlich in Khorug wiedertreffen. Physisch und mental fühle ich mich momentan unglaublich fit und mir macht es extrem Spaß mich hier bei den harten Bedingungen durch die Berge zu kämpfen. Die restliche Strecke des Pamir highways, der ja eigentlich in Khorug erst richtig los geht, wird sicher noch hart, aber auch spannend. Es wird bis auf über 4600m hochgehen, für die Akklimatisierung zur geplanten Pik Lenin Besteigung hervorragend.

Day 126: Khorug was a nice little town and I met a lot of great people there, adventurers like me :)
Still I decided to leave yesterday afternoon because I felt good and wanted to keep the ball rolling. Immediately a lot of short and steep ascents followed. After only 20km I was invited to a home and was very happy about it.
I left early this morning to avoid the heat. However it is getting significantly colder as I cycled from 2200m to 3600m. A strong wind picks up around noon and it blows the way I go. It's awesome. So starting early is actually stupid at the moment but "luckily" I had a mechanical failure that took more than 2 hours to fix: The screw that holds the rear rack on the right broke. I found some locals who wanted to help. It's a bit messed up now but the rack is solid. They also invited me for lunch afterwards.
Thanks to the strong wind I still managed to reach Jelondy, one of 2 towns on the way to Murghab. There is nothing here but they have (very) hot springs. Very relaxing. The wind should be good tomorrow again as I will reach 4200m. I don't really feel the altitude which is great news for my plans to climb Pik Lenin (7134m) in about 2 weeks.
Overall the cycling and everything is pretty tough (although the roads were way better today). I love it and the nature and mountains here are awe inspiring and spectacular.

Tag 127: Ich habe heute das Hoch-plateau des Pamir erreicht. Seit Khorug (ca. 2200m), wo ich vor 3 Tagen aufgebrochen bin, ging es praktisch stetig bergauf bis zum Koitezek-Pass auf 4271m. Die nächsten Tage geht es auf und ab, immer auf rund 4000m. Ich bin etwas erschöpft, aber die Höhe bereitet mir kaum Probleme.
Seit Khorug sind die Straßen überwiegend besser und weitest asphaltiert. Dennoch habe ich weiterhin jeden Tag ein technisches Problem. Heute hatte ich zur Abwechslung mal wieder einen Plattfuß. Ein kleiner Metallsplitter hat sich in das Hinterrad gebohrt.
Gestern hab ich bei den Hot Springs (heiße Quellen) in Jelondi angehalten. Für 2 Somani Eintritt (rund 40 Cent) hab ich dort erstmal entspannt.
Ich bin derzeit mit 2 Franzosen unterwegs. Wir sind jetzt in Alichur, einem winzigen Kaff. Nach rund 90km von Jelondi ist das praktisch die erste Siedlung. In den 2 Kiosken gibt es nichts außer alten Plätzchen und ranziger Schokolade (ich hab aber genug Essen dabei).
Eigentlich wollte ich campen, aber eine Unterkunft ist hier einfach zu billig (3 € pro Nacht). Man kann auch gleich Essen dazu bekommen; Unterkunft, Mittagessen, Abendessen und Frühstück alles zusammen für rund 10€. Das Essen ist sehr lecker und extrem reichhaltig.
Das Essen wird hier übrigens auf einem alten Ofen zubereitet, der mit getrockneter Kuhscheiße befeuert wird (Hier auf der Höhe gibt's auch nix anderes, da hier praktisch nichts wächst).

That's it for now. Check back soon for more updates and photos (or check my facebook.com/peakbikepeak).

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